Was Bedeutet Pfändung

Wofür steht der Anfall?

Springe zu Was bedeutet Wiederinbesitznahme? Wie sieht die Beschlagnahme von unbeweglichen Sachen aus? Die Anlagetabelle zeigt, wie viel von Ihrem Einkommen pfändbar ist. Die Brexit: Was bedeutet das für die Verbraucher? Mehr. Unter Pfändung versteht man die Zwangsvollstreckung auf dem Vermögen des Schuldners.

Pfändungen - Was ist das eigentlich?

Beschlagnahmung ist die bedeutendste Massnahme zur Durchsetzung. Bei einer Pfändung konfisziert ein Kreditor Objekte, Ansprüche oder Gelder des Zahlungspflichtigen, um seine Außenstände zu begleichen. Beschlagnahmungsmaßnahmen im Zuge der Vollstreckung sind in Deutschland vor allem in der ZPO gesetzlich verankert. Die Pfändung von Geldern sowie von Ansprüchen aus dem Erwerbseinkommen ist prinzipiell nur im Zusammenhang mit bestimmten pfändungsfreien Grenzen möglich, die jedoch vom Insolvenzschuldner in Anspruch genommen werden müssen, um die Pfändung in ihrer Hoehe zu beschränken.

Auch so genannte Drittschuldner wie der Auftraggeber oder die Hausbank des Zahlungspflichtigen können von Beschlagnahmungsmaßnahmen betroffen sein. Sie werden in den Prozess miteinbezogen, da der Debitor wiederum Forderungen gegen den Drittschuldner haben kann, wie z.B. Lohnzahlung oder Kredit. In diesem Fall verfällt der Kreditor unmittelbar in diese Zahlungsforderung. Unternehmensanteile und Immobilien können ebenfalls gepfändet werden.

Für eine Pfändung ist zwischen Privaten ein entsprechendes Vollstreckungsverfahren (z.B. ein gerichtliches) erforderlich. Das Eigentum muss dem Zahlungspflichtigen ordentlich zugeschrieben werden. Die öffentlichen Kreditgeber gründen ihre eigenen Rechte in Gestalt eines Vollstreckungstitels. Bekannt ist vor allem die Vermögenspfändung, die beschlagnahmbare Objekte in den Wohn- oder Betriebsräumen des Zahlungspflichtigen pfände.

Anhänglich ist alles, was nicht lebenswichtig ist. Gemäß 811 ZPO dürfen einzelne Objekte nicht beschlagnahmt werden. Die beschlagnahmten Objekte nimmt der Vogt bei einer Vermögensentziehung mit oder markiert sie mit einem Siegel (umgangssprachlich: "Kuckuck"). Im besten Fall führen die öffentlichen Versteigerungen von beschlagnahmten Gegenständen zu Erlösen, aus denen der Kreditgeber sich später ganz oder zum Teil und der Vogt kostenmäßig überzeugen kann.

Aus der Auktion bekommt der Debitor einen Differenzbetrag, der nach Abzugsfähigkeit der anderen Positionen ausmacht. Ein besonderer Vermögensbeschlag ist der so genannte Taschenbeschlagnahmung, bei der das, was der Debitor selbst mit sich führt, beschlagnahmt wird, z.B. Geld oder eine kostbare Uhr. Die Pfändung von Taschen muss nicht in den Wohn- oder Betriebsräumen des Schuldners erfolgen.

Er kann an jedem beliebigen Platz erfolgen, an dem der Gerichtsvollzieher die Schuldnerin trifft. Im Falle einer Pfändung zieht der Kreditor das bzw. die Bankkonten des Schuldners ein. Vorraussetzung ist ein Beschlagnahme- und Überweisungsauftrag nach 829 ZPO, der als Drittschuldner an die kontoführende Stelle übermittelt wird. Die Behörde übermittelt der Hausbank einen Pfändungs- und Inkassoauftrag.

Neben Sparguthaben und anderen Krediten (z.B. Schließfächern) können auch Kontokorrentkonten als Pfändungskonto verwendet werden. Innerhalb von zwei Kalenderwochen muss die BayernLB dem Kreditgeber in einer so genannten Drittschuldnererklärung mitteilen, ob und in welchem Umfang Zahlungen erfolgen, ob andere Kreditoren Ansprüche geltend machen werden und ob es sich bei dem angeschlossenen Depot um ein Pfandkonto (Pfandsicherungskonto) handelt.

Das Einkommen aus der Beschäftigung kann auch als Fremdschuldner in Gestalt einer Gehaltspfändung unmittelbar beim Auftraggeber eingezogen werden. Für die Beschlagnahme eines Grundstückes gibt es mehrere Optionen. In der Pfändung kann der Debitor wiederum gewisse Rechte durchsetzen. Mangelhafte Handlungen des Vogtes können mit der Vollstreckungsmahnung nach 766 ZPO geltend gemacht werden, gegen den Zwangsvollstreckungstitel steht ihm die Gegenforderung zur Vollstreckung nach 767 ZPO zur Verfuegung.

Jedem Debitor steht es frei, sein Bankkonto in ein PKonto umzuwandeln. Hier ist mindestens der so genannte Grundfreistellungsbetrag nach 850c Abs. 2a ZPO von den Beschlagnahmungsmaßnahmen ausgeschlossen. Bei entsprechendem Nachweis kann der Zahlungspflichtige je nach seinen Lebensumständen weitere Geldbeträge von der Pfändung ausschließen zu lassen.

Selbst bei einer Verbraucher- oder regulären Insolvenz werden die Selbstbehalte aus der vorliegenden Anlagetabelle generell als Selbstbehalte angesehen.

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