Schuldenstand Schweiz

Verschuldungsgrad Schweiz

Im Gegensatz zum Trend in anderen Ländern des europäischen Kontinents ist die Verschuldung der Schweiz derzeit nahezu konstant. Der Staat hat in der Schweiz keine hohe Verschuldung. Die gesamte Staatsverschuldung der Schweiz mit zusätzlichen Informationen zur Pro-Kopf-Verschuldung. ist reicher als die Stadt Graz, ihr Schuldenstand ist weitaus geringer als der unsere.

Mit den Schweizern und ihren hoch verschuldeten Anleihen!

Das kleine Land Schweiz ist eines der am meisten respektierten in Europa. Niemand hier kümmert sich um die Verschuldung und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten. Aber auch die Verschuldung der Schweiz ist ein Aspekt, der nicht aus den Augen verloren werden sollte. In der Schweiz besteht eine markante Kluft zwischen öffentlicher und privater Verschuldung.

Der öffentliche Schuldenstand ist tief. Die Schweiz ist mit einer Schuldenlast von 25 Prozentpunkten des Bruttoinlandproduktes sehr tief verschuldet und zeigt hier im Weltvergleich eine sehr gute Performance. Auch in dem kleinen dänischen Markt ist die Verschuldungsquote vergleichbar tief. Insgesamt liegt die Verschuldungsquote der Industrieländer bei über 100 vH.

Ohne ein ganz anderes Gesamtbild der Privatverschuldung wäre die Lage in der Schweiz unbestritten. Aber das ist es nicht, denn die Schweiz hat ihre private Schuldenlast in den letzten zehn Jahren um 40 Prozentpunkte gesteigert. Zu Beginn des Jahres 2017 beliefen sich die Finanzverbindlichkeiten auf CHF 838 Mia.

Erst wenn die Schuld in Relation zur wirtschaftlichen Leistung gesetzt wird, wird sie ersichtlich. Zu diesem Zeitpunkt haben unsere Nachbarländer in der ganzen Welt einen absolut hohen Wert erreicht, da die Verschuldungsquote der schweizerischen Privathaushalte fast 130 Prozentpunkte des Bruttoinlandproduktes ausmacht. Selbst die als Herren der Privatverschuldung betrachteten US-Bürger können diesen Höhepunkt nicht ausmachen.

Mit einer Privatverschuldung von "nur" 75 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts sehen sie aus wie Waisen. Deutsche und italienische Bürger können nicht mit den Schweizerinnen und Bürgern konkurrieren, aber das kleine Dänemark und die beiden Nachbarstaaten Österreich und Frankreich können es. Im Vergleich zur Schweiz ist die Verschuldungsquote in Österreich leicht anstieg.

In Dänemark wird sie leicht übertroffen, während die private Verschuldung in Frankreich auf über 125% des BIP anstieg. In den Industrieländern liegt die Verschuldungsquote der Schweiz sehr nahe am Mittelwert; sie sind Modellschüler, aber sie können nicht als solche beschrieben werden. Der grosse Unterschied zwischen der schweizerischen Privatverschuldung und derjenigen der USA erklärt sich durch die verschiedenen Arten der Kreditaufnahme.

Im Hinblick auf die amerikanische Verschuldung betrachten wir vor allem die Kreditkartenverschuldung, Studentenkredite und Konsumentenkredite. Solche Verschuldungen sind in der Schweiz verhältnismässig gering und stellen ein schattiges Unterfangen dar. Verschuldet sich ein schweizerischer Privathaushalt, tut er dies mit grosser Marge, um Gebäude und Appartements zu kaufen. Für einen Aussenseiter fallen einem rasch die in der Schweiz herrschenden höheren Grundstückspreise ein.

Erhöhte Verschuldungen führten somit zu einer niedrigeren Steuerbelastung und die Abziehbarkeit von Zinserträgen zu einer erhöhten Privatverschuldung im Allgemeinen. In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass beide Staaten, wie die Schweiz, eine recht gute Verschuldungsrate haben. Auch in den Niederlanden übersteigt die Schuldenquote der Privathaushalte 105 vH.

Beim Umfang der Privatverschuldung stellt sich die Frage, ob die Schweiz früher oder später mit einer Schuldenkrise konfrontiert wird. Im Gegensatz zu Amerika werden die Verbindlichkeiten nicht in erster Linie zur Finanzierung des Privatkonsums, sondern zum Kauf einer wertvollen Liegenschaft verwendet. Verrechnet man den Bestand der Schweiz mit ihren Verbindlichkeiten, so beläuft sich das Nettovermögen des Landes auf CHF 3,4 Trillionen.

Vergleicht man dies auch mit der wirtschaftlichen Stärke des Staates, kann man aus einer Verschuldungsquote von 130 Prozentpunkten unmittelbar eine Eigenmittelquote von gut 80 Prozentpunkten machen. Während Hypothekarkredite mit einem steuerlichen Abzug bevorzugt werden, ist die Eigenheimquote in der Schweiz relativ niedrig. Nach Angaben der OECD haben nur 35 Prozentpunkte der schweizerischen Privathaushalte eine Immobilie abgeschlossen.

Das heißt, die hohe Verschuldung verteilt sich auf verhältnismäßig wenige Bahnen. Unter der Annahme, dass die Mehrheit der Hypothekarkredite von der traditionellen Mittelschicht und den wohlhabenderen Schweizerinnen und Schweizern in Anspruch genommen wurde, könnte dies zu einer Krisenreaktion führen, da dieser reichere Teil der Bevölkerung mit seinen gestiegenen Konsumentenausgaben eine bedeutende Säule der schweizerischen Volkswirtschaft und des Binnenkonsums ist.

Es kann auch davon ausgegangen werden, dass die Eigenmittelquote unter den Hypothekenschweizern unter dem nationalen Durchschnitt liegt. Auch die Schweizerische Zentralbank (SNB) zeigt sich über diese Tendenz immer besorgter. Diese Warnmeldung kann man so interpretieren, dass auch in der Schweiz die Credit Bäume nicht in den Sternenhimmel hineinwachsen werden und das Ende des Fahnenmastes bald zu erreichen sein wird.

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