Schuldenquote Schweiz

Fremdkapitalquote Schweiz

Die Schweiz weist auf nationaler Ebene eine im Vergleich zur OECD relativ niedrige Schuldenquote auf. Der Schuldenstand aller Länder in Prozent des BIP in der globalen Länderübersicht. Wie hoch ist die Schuldenquote der Schweiz? Die Tentiale, eine Erhöhung der Schuldenquote oder eine Einschränkung.

WÄHRUNG - Staatsschuldenquote

Diese Kennzahl stellt die konsolidierte Bruttoverschuldung der Staatshaushalte (Bund, Kanton, Gemeinde, Sozialversicherung) in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) dar. Das Bruttoinlandsprodukt wird jedes Jahr im Zuge der nationalen Konten des Statistischen Bundesamtes errechnet. Nach dem vom Bundesrat und vielen Kantonen eingerichteten Verfahren dürfen die Aufwendungen während eines Wirtschaftszyklus die Erträge nicht überschreiten (Schuldenbremse).

Ziel ist es, die absolute Staatsverschuldung zu stabilisieren, was zu einer Verringerung der Schuldenquote bei steigendem Wirtschaftswachstum führen soll. Weil die optimierte Verschuldungshöhe nicht aus wissenschaftlicher Sicht ermittelt werden kann, kann die politische Entscheidungsträgerinnen und -träger Toleranzwerte festlegen. Mit den Maastrichter Vorgaben legt die EU einen verbindlichen Maßstab für alle staatlichen Gemeinschaften eines Landes fest: Danach darf der öffentliche Schuldenanteil am realen Bruttoinlandsprodukt 60% nicht überschreiten.

Einen Überblick über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenssituation der schweizerischen Staatshaushalte gibt die Staatsstatistik, kurz: Vermögensstatistik. Es wird von der Finanzdirektion des Bundes für die Staatshaushalte (Bund, Kanton, Gemeinde, Sozialversicherung ) in ausführlicher und für den Konzernsektor in zusammengefasster Weise ausgearbeitet.

Grundlage der Finanzmarktstatistik sind die Umfragen zur Staatsrechnung des Staates, aller Stände und zur Jahresrechnung von mehr als 900 Gemeinde. Es werden Abschätzungen und Prognosen für die vermissten Kommunen pro Kantonsgebiet erstellt. Dazu gehört auch die öffentliche Sozialversicherung (AHV, IV, EO, ALV, Familienbeihilfen in der Agrarwirtschaft).

Indikator Gesetzgebung: Bundesschuldenquote

Wichtigkeit des Indikators: Die Schuldenquote gibt Aufschluss darüber, wie tragfähig die gegenwärtige Fiskalpolitik ist und welche finanziellen Belastungen durch laufende Projekte an kommende Generationszugehörigkeiten weitergegeben werden. Es gibt keine einheitliche Sichtweise auf das berechtigte Ausmaß der Verschuldung, daher setzt die Richtlinie Grenzen der Toleranz. Im Jahr 2003 wurde in der Schweiz die Fremdkapitalbremse eingeführt: Der Zweck der Verschuldungsbremse ist es, die nominale Bruttoverschuldung zu festigen und das Ausgabenwachstum auf die Einnahmeentwicklung zu begrenzen.

Die Kennzahl stellt die Bruttoverschuldung des Staates im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt zu jeweiligen Tagespreisen, d.h. in Relation zur Wirtschaftsleistung der Nationalwirtschaft dar. Messbare Zielsetzung: Die Brutto-Schuldenquote des Staates (Bruttoschuldenstand in Prozent des BIP) ist im Vergleich zu 2014 (16,8%) stabil oder rückläufig. In den 90er Jahren erhöhte sich die Bruttoverschuldung des Staates, die 2003 mit 26,1% ihren Höhepunkt erreicht hatte und dann wieder reduziert wurde.

Die Bruttoverschuldung sank 2017 im Vorjahresvergleich um 0,1 inprozentig. In absoluten Zahlen stiegen die Bruttoverschuldung gegenüber dem Jahr zuvor um 1 Mrd. CHF und beliefen sich 2017 auf gut 105 Mrd. CHF. Der Schuldenabbau der vergangenen Jahre ist auf die 2003 erfolgte Markteinführung der Fremdkapitalbremse zurückzuführen. Die Verschuldungsquote der staatlichen Budgets (Bund, Kanton, Gemeinde, Sozialversicherung) ist ebenfalls sank.

Budgetrestriktionen gibt es in der Mehrheit der Stände auch in Form von verschiedenen Arten von regulären Verpflichtungen, ähnlich wie bei der Schuldknauf. Dies trägt dazu bei, dass die Schuldenquote auch in den Kantons- und Gemeindeverwaltungen seit 2003 stetig reduziert wurde. In den Jahren 1990 bis 2002 erhöhte sich die Verwendungsquote (ordentliche Bundesausgaben in Relation zum BIP) von 8,8% auf 10,7% des BSP.

Die laufenden Aufwendungen beinhalten auch Zinsen auf Verbindlichkeiten aus der Staatsverschuldung. Der Zinsaufwand (Zinsaufwand in Relation zu den laufenden Aufwendungen des Bundes) sank aufgrund des Rückgangs der Schulden und der niedrigen Zinsen von 7,1% im Jahr 2007 auf 2,1% im Jahr 2017. Im Zeitraum 2006 bis 2013 war das laufende Finanzergebnis des Staates in jedem Fall erfreulich.

Im Jahr 2014 war das Ergebnis der ordentlichen Finanzierung mit CHF -124 Mio. zum ersten Mal seit 2005 rückläufig. Wie in den beiden vorangegangenen Jahren war das Ergebnis der gewöhnlichen Finanzierung auch 2017 wieder intakt. Der Bund setzt sich aus kurzfristigen Schulden, kurzfristigen Finanzschulden (insbesondere Geldmarktschulden) und langfristigen Finanzschulden (insbesondere Bundesobligationen) zusammen. Der Verschuldungsgrad ist als Bruttoschuldenstand des Staates in Relation zum Bruttoinlandsprodukt zu den jeweiligen Tagespreisen festgelegt.

Es ist Teil der Rechnungslegung der Eidgenössischen Finanzverwaltung der Schweiz und wird alljährlich zusammen mit der Bundesrechnung veröffentlicht. Der Kern der Fremdkapitalbremse ist eine einfache Regel: Über einen Geschäftszyklus dürfen die Aufwendungen die Erträge nicht überschreiten. Die Ausgabenobergrenze ist an die Einnahmenhöhe gekoppelt, die um einen der wirtschaftlichen Situation entsprechenden Umstand () bereinigt wird (k-Faktor).

Diese Regelung gilt ungeachtet der Steuerbelastungshöhe. Die Berechnung des GDP erfolgt zu jeweiligen Tagespreisen und zu Vorjahrespreisen. Die Wachstumsrate wird durch die Änderungsrate zu Vorjahrespreisen wiedergegeben.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum