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Ich habe kürzlich an einem Meeting einer Hand voll NRO teilgenommen. Es war ein Austausch, aber auch eine Präsentation unserer Arbeiten vor potenziellen Spendern, die miteinbezogen wurden. Da die potenziellen Geber nicht erschienen sind, konzentrierte sich die weitere Debatte weitgehend darauf, wie schwer es für uns alle ist, unsere Aktivitäten der Zivilgesellschaft zu untermauern. Mit den Gesprächen eröffnete sich mir eine neue Perspektive: In den Menschen um mich herum verinnerlicht, konnte ich meine eigene Einstellung zum Thema Spendensammlung deutlicher nachvollziehen. Plötzlich war der Spiegelbild, der mir vor Augen geführt wurde, nüchtern.

Es war ein Treffen, um Ideen zu tauschen, aber auch, um unsere Arbeiten potenziellen Spendern vorzustellen, die miteinbezogen wurden. Da die potenziellen Geber nicht erschienen sind, konzentrierte sich die weitere Debatte weitgehend darauf, wie schwer es für uns alle ist, unsere Aktivitäten der Zivilgesellschaft zu untermauern. Mit den Gesprächen eröffnete sich mir eine neue Perspektive: In den Menschen um mich herum verinnerlicht, konnte ich meine eigene Einstellung zum Thema Spendensammlung deutlicher nachvollziehen.

Die vorherrschende Diskussion im Saal war, dass die meisten Geber - besonders in Deutschland - blöd sind und die Wichtigkeit unserer Tätigkeit nicht begreifen. Mir selbst ist der Wunsch, mit den Stiften zu reden, weitestgehend abhanden gekommen (mit Ausnahmen einiger weniger, die sich seit langer Zeit für besseres Wohnen engagieren und tapfer einsetzen).

Stiftungsmanager und Angestellte eröffnen mir sehr engagiert und bereitwillig ihre Tore und bestätigen, wie spannend sie unsere Tätigkeit sind. Sie würden sich aber sehr darüber freuen, mich wiederzusehen und wieder mit mir zusammen Kaffee zu genießen.... Solche Treffen ärgern mich inzwischen. Das Finanzieren eines sozialen Unternehmens, die Akquisition von Menschen, Kindern und Jugendlichen ist mühsam und es tut weh, wenn ein Hoffnungskontakt nach dem anderen unterbrochen wird.

Als dann mein befreundeter und betterplace-Beiratsmitglied Stefan Shaw einen provokanten Blogbeitrag wie Vergegegeigen Foundations verfasst, fühlt es sich in meinen eigenen Erfahrungswerten an. Ich konnte sehen, wie diese Einstellungen dem Verständnis durch die Stiftung und die öffentliche Hand im Wege stünden. Im Idealfall ist die Zusammenarbeit zwischen dem Geber und dem Projektentwickler ausgewogen: Der erste verfügt über die erforderlichen Mittel, der zweite über die Konzepte und Vorhaben, um soziale Auswirkungen zu erreichen.

Tatsächlich ist die Auseinandersetzung jedoch oft von erheblichen Machtverlusten geprägt: Die Sozialunternehmer/NGOs sind viel stärker unter Zugzwang als die Finanzmittel. Dabei sind wir darauf bedacht, die passenden Ansprechpartner für unsere Arbeiten zu haben. Die meisten von uns Gründerinnen und Gründer investieren zu viel Zeit in die Suche nach Finanzierern, Zeit, die wir für strategisches Denken, Projektabwicklung und Unternehmensentwicklung verwenden sollten.

Im Umgang mit Spendern scheint es in der Regel nicht wirklich angemessen und zielgerichtet, diese Schwachstelle aufzuzeigen. Vielmehr gleichen wir die Beziehungen zu den Gebern in uns selbst aus, indem wir an einem Sinn für unsere eigene Superiorität festhalten. In diesem Sinne sind wir in der Lage, die Beziehungen zu den Gebern auszugleichen. Unserer Meinung nach wissen wir mehr über die Entwicklung und die Wichtigkeit der digitalen Medien für die Bürgergesellschaft als unsere Kollegen in den smart foundation offices.

Doch wie kann ich wirklich besser sein, wenn ich in einen stillen Streit mit potenziellen Finanziers gerate? Inwiefern kann ich eine Wertschätzung des Gegenübers und unserer Partnerschaft voraussetzen, wenn ich sie nicht bewerte? Wenn ich die Geber deutlicher erkenne, kann ich von ihnen nicht mehr deprimiert sein. Die Spender muss ich nicht als verlustbringende Menschen betrachten, deren Hauptcharakteristik darin besteht, dass sie für mich das Beste aus der Welt schaffen, sondern als die Menschen, die sie sind.

Unsere Aufgabe ist es, weil wir uns von Natur aus zu ihr hingezogen fühlen. Von ihr. Das heißt, zuzugeben, dass wir nicht alle in derselben Lebenswelt wohnen, sondern in vielen unterschiedlichen Bläschen, die sich nur zum Teil überschneiden. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass wir in der rechten Lebenswelt sind, würden viele andere es leugnen.

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